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Schritt 1: Umsetzung in Graustufen

Für das erste Verfahren wird der Kanalmixer verwendet. In PhotoLine gibt es die meisten Werkzeuge als einfaches Werkzeug oder als Arbeitsebene. Da die Arbeitsebene den Vorteil hat, dass sich die Parameter im Nachhinein ändern lassen, verwende ich grundsätzlich - wenn möglich - Arbeitsebenen.

Also der erste Schritt: Anlegen einer Arbeitsebene "Kanalmixer":

Noch ein Hinweis zum Lesen des Tutorial: Die Bilder können angeklickt werden, um eine größere Darstellung zu erhalten. Der Text steht dann unter dem Bild und wenn man die Maus an den linken/rechten Rand des Bildes bewegt, dann kann man zum vorherigen/nächsten Bild/Text blättern.

 

Anklicken des Buttons Arbeitsebene und Auswahl von Kanalmixer

Einstellen des Modus Graustufen

Über die Quellkanäle kann gesteuert werden, welche Farbe wie hell dargestellt wird. In diesem Beispiel wurde rot auf 0 gesetzt. Der rote Stift wird schwarz dargestellt. Dabei sollte man darauf achten, dass die Summe von rot, grün, blau nicht stark über 100% geht. Über die Checkbox 100% Summe kann man dies sicherstellten. Allerdings werden dann die anderen Regler angepasst, was in dieser Art und Weise nicht immer gewünscht ist.

Nach dem Anklicken von OK werden die Einstellungen als Arbeitsebene übernommen und das Bild wird in Graustufen dargestellt. Im Ebenendialog sieht man eine neue Ebene mit 3 Farbpunkten als Symbol für den Kanalmixer. Durch Doppelklick auf dieses Symbol kann der Einstellungsdialog geöffnet werden und die Einstellungen können wieder verändert werden. Um die Wirkung der Arbeitsebene zu sehen, kann man sie aus- und einschalten. Dazu klickt man auf das Augensymbol neben der Ebene.

Um das Ganze abzurunden kann und sollte die Ebene mit einem Name markiert werden. Dazu ist die Ebene mit einem Klick zu markieren. Dann wird mit dem nächsten Klick das (unsichtbare) Editorfeld über dem Text (Bild) aktiviert (Im Prinzip ist dies eine Art langsamer Doppelklick, wie man ihn im WindowsExplorer verwendet, um eine Datei umzubenennen). Dann kann ein Text eingegeben werden, der die Aufgabe der Ebene beschreibt. Hier bietet sich beispielsweise der Text SW-Umsetzung an. So behält man auch bei vielen Ebenen den Überblick und man muss sich nicht auf das Symbol verlassen. Es kann nämlich vorkommen, dass ein Werkzeug mehrfach als Arbeitsebene verwendet wird und dann bekommt die Ebene das gleiche Symbol.

Bei der Verwendung von analogen Schwarzweiß-Filmen ist es so, dass jeder Film eine gewisse Charakteristik besitzt, wie die Farben in Graustufen umgesetzt werden. Im Internet finden sich Tabellen mit RGB-Werten für verschiedene Analogfilme. Ob diese Werte wirklich den Filmen entsprechen, bezweifle ich. Denn wenn man sich verschiedene Software zur Umsetzung von Filmtypen anschaut (zB Nik Silver Efex Pro oder DxO FilmPack), ist festzustellen, das bezüglich der Umsetzung der Farben hier keine Einigkeit herrscht. Aber diese RGB Werte bieten eine gute Grundlage, um Vorgabewerte für den Kanalmixer anzulegen, die dann für ein Bild durchgeschaltet werden können, um sich die verschiedenen Möglichkeiten anzuschauen. Nachdem man sich für eine der Vorgaben entschieden hat, kann diese eventuell noch etwas für das aktuelle Foto optimiert werden. Die von mir erfassten Voreinstellungen können von

Kanalmixer.pldg

heruntergeladen werden. Für den PhotoLine-Beginner hier eine kurze Anleitung zur Installation:

  • 1. Datei auf Festplatte ablegen. Am besten erstellt man sich ein Verzeichnis PhotolineSettings oder so, in dem solche Dateien ablegt werden.
  • 2. Kanalmixer Dialog öffnen. (Menü Werkzeug, Kanalmixer oder Alt-K oder das Icon der Arbeitsebene doppelt klicken)
  • 3. In dem Dialog den Button mit dem Schreibstift hinter dem Feld Voreinstellungen anklicken. Es öffnet sich ein weiterer Dialog Voreinstellungen.
  • 4. Dort auf den Button mit der Diskette klicken und entweder Laden oder Hinzuladen auswählen. Laden überschreibt bestehende Voreinstellungen, Hinzuladen fügt die neuen zu den bestehenden hinzu.
  • 5. In dem Dateiauswahldialog die Datei Kanalmixer.pldg auswählen und bestätigen.
  • 6. Den Dialog Voreinstellungen über OK verlassen
  • 7. Den Kanalmixer über Abbruch verlassen. Bei Ok werden die Einstellungen übernommen, hier sollen jedoch nur die Voreinstellungen geladen werden.

Beim nächsten Öffnen des Kanalmixers können die Voreinstellungen dann über die Combobox Voreinstellungen ausgewählt werden und durchgeschaltet werden.

Das zweite Verfahren zur Umsetzung in Graustufen erlaubt es, die Farben feiner als durch Rot, Grün, Blau einzustellen. Eigentlich bietet sich hier der Graumixer von PhotoLine an, doch wie schon gesagt, arbeitet dieser nicht richtig. Eine Alternative wäre ein Graumixer, der als Plugin eingebunden wird. Z.B. BW-Conversation von Photo-Plugins (http://www.photo-plugins.com/Plugins/Plugins/B-W-Conversion.html). Doch der Nachteil ist, dass ein Plugin nicht als Arbeitsebene verwenden werden kann. Damit können die Regler nur einmal eingestellt werden und ein Verändern im Nachhinein ist nicht möglich.

Als weitere Alternative bietet sich die Arbeitsebene Farbton/Sättigung an. Die Verwendung als Graumixer wird im folgenden beschrieben. Vorher ist jedoch die Kanalmixer-Ebene wieder zu löschen. Dies geschieht durch Anklicken der Ebene und des Mülleimer-Icons am unteren Rand des Ebenen-Dialog.

 

Anklicken des Buttons Arbeitsebene und Auswahl von Farbton/Sättigung

Als Bereich Alle wählen und Sättigung auf -100 stellen. Dadurch wird das Bild in Graustufen umgewandelt.

Durch Auswahl eines Farbbereichs und die Änderung der Helligkeit kann die Graustufenumsetzung dieser Farbe gezielt gesteuert werden.

Bei manchen Farben ist es notwendig, den Bereich etwas auszudehnen.

Nach dem Klicken von OK wird wieder eine Arbeitsebene angelegt, die durch einen Doppelklick auf das Symbol im Ebenendialog geöffnet werden kann.

Auch hier gibt es wieder die Möglichkeit mit Voreinstellungen zu arbeiten, die sich an Analogfilme anlehnen. Diesmal hatte ich allerdings keine Tabelle mit Farbwerten zur Verfügung. Ich habe deshalb versucht, die Farbumsetzung einer anderen Software nach zustellen. Die Einstellungen können von

Saettigung.plhs

heruntergeladen werden und in der gleichen Weise wie oben beschrieben installiert werden. Nur ist diesesmal der Dialog Farbton/Sättigung statt des Kanalmixers zu verwenden.