Beitragsseiten

Schritt 5: Körnung

Analoger Film besitzt eine Körnung, die in diesem Schritt simuliert werden soll. PhotoLine bietet dazu zwar eine Arbeitsebene an, jedoch besitzt diese den Nachteil, das sie auf die verkleinerte Darstellung des Bildes angewendet wird. Die richtige Stärke der Körnung ist somit nur in der 100% Darstellung zu sehen und in der Darstellung, bei der das Ganze Bild dargestellt wird, ist es schwer die Parameter der Körnung einzustellen.

Deshalb wird hier ein anderes Verfahren gewählt, dass jedoch etwas Vorarbeit braucht. Für verschiedene Einstellung der Körnung werden Vorlagebilder auf die folgende Art und Weise erzeugt.

 

Menüpunkt Datei/Neu/Neues Bild:Anlegen eines Bildes in Größe der Kameraauflösung.

Dann ein durch Doppelklick auf die Vordergrundfarbe (1) ein mittleres Grau 128/128/128 (2) einstellen und mit OK bestätigen.

Durch Auswahl des Füllwerkzeugs (3) und Klick ins Bild (4) das Bild mit Grau füllen.

Jetzt über das Menü Filter/Qualität/Körnung.. eine Körnung hinzufügen. Dabei ist es sinnvoll vorher auf 100% Ansicht zu stellen, damit man die Körnung sieht.

Die so erzeugte Datei mit der Körnung speichert man als JPG oder PNG in einem definierten Verzeichnis und gibt ihr einen Namen, der auf die Körnung schließen lässt. Auf die gleiche Weise erzeugt man verschiedene Dateien mit verschiedenen Einstellungen der Körnung. Es ist auch möglich, eine Datei mit der Füllung von mittlerem Grau mit Hilfe eines Spezialprogramms (zB. Silver Efex Pro) mit einer Körnung zu versehen oder statt des Körnungsfilters von PhotoLine ein Plugin zu verwenden (z.B. von VirtualPhotographer (http://www.optikvervelabs.com) oder BW-Conversation von Photo-Plugins (http://www.photo-plugins.com/Plugins/Plugins/B-W-Conversion.html), wobei man dann darauf achten muss, dass nur eine Körnung erstellt wird und nicht die Füllung im Tonwert verändert wird). Auf diese Weise kann ein ganzes Set an verschiedenen Körnungen erstellt werden. Wichtig ist, dass diese Dateien in der gleichen Auflösung wie die des Fotos vorliegen müssen. Dabei sollte beachtet werden, dass eine grobe Körnung in einer höheren Auflösung weniger grob erscheint. Deshalb ist ein vergleichsweise größeres Korn zu wählen, als bei einer kleineren Auflösung, um das gleiche Ergebnis zu erzielen.

 

Auf die folgende Weise können die Dateien mit der Körnung auf ein Bild angewendet werden:

 

Auswählen der obersten Ebene durch Anklicken dieser. Die Körnung soll als letzter Schritt durchführt werden.

Über das Menü Ebene/Verwaltung/Ebene laden.. eine der erzeugten Dateien mit Körnung als Ebene laden.

Dann den Ebenenmodus ändern. Entweder auf Ineinander kopieren oder Weiches Licht. Danach kann die Stärke der Körnung noch über die Ebenenstärke reguliert werden (4).