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Wie macht man Makros mit dem Retroadapter?

Damit besitzt man alles was dazu notwendig ist, um Makros zu fotografieren. Der Adapter wird in das Filtergewinde des Objektives eingeschraubt und dann mit der anderen Seite auf die Kamera montiert.

Größe des Filtergewindes

Wenn die Kamera auf einem automatischen Mode steht, dann meldet sie einen Fehler (meine tut es jedenfalls). Ihr fehlen die Daten, die das Objektiv sendet. Also muss sie auf Manuell gestellt werden und der Autofokus muss abgeschaltet werden.

Größe des Filtergewindes

Man muss also jetzt alles manuell einstellen. Bei der Blende hat das den Nachteil, dass mit kleiner Blende im Sucher alles dunkler wird. Also öffnet man am Anfang die Blende. Allerdings wird sie nicht wie gewohnt an der Kamera eingestellt, sondern am Objektiv. Wenn man ein Zoom Objektiv hat, dann stellt man eine mittlere Brennweite ein - z.B. 50mm. Dann sollte der Fokus eingestellt werden. Hierzu verändert man den Abstand zum Objekt, bis es einigermaßen scharf ist. Wenn das Objekt zu groß abgebildet wird, dann erhöht man die Brennweite. Wenn es zu klein abgebildet wird, dann erniedrigt man die Brennweite. Zum Schluss dreht man am Fokusring des Objektives, um die Schärfe genauer einzustellen. Hierdurch ändert sich noch mal die Vergrößerung. Wenn sie zu stark ist, dann muss man durch die Einstellung der Brennweite gegensteuern. Bei der ganzen Prozedur ist es sinnvoll, ein Stativ zu verwenden, damit man den Objektabstand beibehält, während die anderen Parameter eingestellt werden.

Wenn Größe des Objektes, Ausschnitt und Fokus stimmen, sollte man die Blende noch etwas schließen, um mehr Schärfentiefe zu erhalten. Da das Verhältnis Sensor/Objekt im Bereich von 1:1 liegt, ist die Schärfentiefe sehr gering. Blende 2.8 ist - abgesehen von einigen Ausnahmen - nicht angebracht. Werte im Bereich von 8-32 passen da schon eher. Nun kann man ein erstes Testfoto machen, um die Belichtung zu testen. Die Belichtung wird über die Zeit gesteuert. Hier ist etwas Gefühl und Erfahrung notwendig. Wenn das Foto zu hell oder zu dunkel ist, muss die Belichtungszeit entsprechend korrigiert werden.

Oft verwende ich auch den eingebauten Blitz. Hier stelle ich die Belichtungszeit auf 1/60 - so wie es auch die Kamera bei Verwendung der Automatik macht. Die Blitzsteuerung muss von iTTL auf Manuell umgestellt werden. Bei zu hellen oder zu dunklen Fotos muss dann die Blitzleistung entsprechend angepasst werden.

Bezüglich der Schärfe, die ja anhand des Sucherbildes beurteilt werden muss, kann es sinnvoll sein, an der Entfernungseinstellung des Objektives zu drehen und mehrere Fotos mit verschiedenen Einstellungen zu machen, in der Hoffnung, dass eines davon die maximale Schärfe besitzt.

Das Ganze ist also gar nicht so einfach. Jedoch mit etwas Übung und vielen Testfotos bekommt man schon einige gute Makros hin.